Bilderbücher ohne Schrift – Hardcover von Eva-Maria Ott-Heidmann





 Zugegeben: Als ich diese Bücher – es gibt für jede Jahreszeit eines – zum ersten Mal gesehen hatte, war ich etwas verwundert und wusste nicht so recht was damit anzufangen. Als ich aber gesehen habe, wie ungezwungen die Waldorferzieherin in der Spielgruppe mit den Kleinen über die Bilder ins Gespräch gekommen ist, war ich doch fasziniert. Die Büchlein wachsen mit den Kindern mit. Die ganz Jungen zeigen auf Blätter, den Raben, den Drachen und die Erwachsenen benennen. Alltägliches Erleben wird erinnert. Die Älteren erzählen schon dazu, manche in Zweiwortsätzen, manche versuchen sich an Nebensätzen und Hauptsätzen in unterschiedlichster Kombination, andere nehmen die Bilder zum Anlass, sich mit anderen Kindern über St. Martin, St. Michael, den Herbstwind und Nebel zu unterhalten. Sehr schön, welche Ideen die Kinder plötzlich entwickeln, wenn sie nicht durch Schrift „abgelenkt“ werden. Diese Erwartungshaltung, dass nun gleich etwas vorgelesen wird, entfällt komplett. Einige zählen Bäume, Sprossen von Leitern und Sterne, andere nehmen das Buch als Ideenlieferant für Lieder (Der Herbst ist das, wenn der frische Herbstwind weht, Nebel weißer Hauch, St. Martin, leer sind die Felder,…) und wieder andere malen einfach die Bilder weiter (Buch auf ein Papier gelegt und rundherum das Bild weitergeführt). Oder das Buch fungiert als Hintergrund auf dem Jahreszeitentisch oder im Spiel mit kleinen Figürchen. 





Fazit:
Wir mochten es sehr gerne und ich kann alle vier uneingeschränkt empfehlen.

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